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ANGST.

Die Arbeit mit und Therapie von Hunden mit Angststörungen gehören für einen Hundetrainer/Verhaltensberater wohl zu den anspruchsvollsten Aufgaben. 

Angst ist jedoch ein sehr allgemeiner Oberbegriff für etwas, was in Wirklichkeit nur ein kleiner Teil eines sehr komplexen Themas ist. Es gibt Unsicherheit, es gibt Angst, es gibt Furcht, Panik, Trauma und Phobie. Jedes davon gibt es wiederum in unterschiedlichen Formen. So kann es zum Beispiel generalisiert, agoraphobisch, speziell bzw. spezifisch oder assoziiert sein. Für manche Hunde ist Angst sogar selbstbelohnend (negative Verstärkung) und es gibt absolut keine Grenzen, wovor ein Hund Angst haben könnte.

Doch nicht jeder Hund ist gleichermaßen anfällig dafür, ein Angst-Hund zu werden.

Eine gute genetische Veranlagung, Sozialisierung, Erziehung und Gesundheit sind wichtig, damit ein Hund mental ausgeglichen sein kann.

Leider ergeht es nicht jedem Hund so.Stammt ein Hund z.B. aus unkontrolliertem Welpen-Handel oder einer Vermehrer-Zucht, kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass weder eine Sozialisierung noch eine Erziehung stattgefunden hat. Letzteres auch, weil der Welpe oft viel zu früh vom Muttertier getrennt wurde.Kommt ein Hund aus der Tierrettung oder dem Auslandstierschutz, lässt sich die Vergangenheit des Tieres so gut wie gar nicht mehr nachvollziehen. Doch eines ist gewiss – keiner dieser Hunde hat eine schöne Vorgeschichte und bei allen besteht ein erhöhtes Risiko der Angst.Egal um welche Form von Angst es sich handelt, unterschätzen sollte man es nie, weil viele aggressive Verhaltensweisen wie zum Beispiel Leinenaggression, territoriale Aggression oder Ressourcenverteidigung oft aus Angst entstehen. Außerdem bedeutet Angst, dass ein Hund extrem von Stress geplagt ist. Das ist nicht nur mental, sondern auch physisch sehr ungesund, es macht den Hund nicht glücklich und es ist, bei falscher Herangehensweise, schon mal gar nicht gut für die Beziehung/Bindung zwischen Hund und Mensch.Von Welpen, die von dubiosen Händlern oder einer Vermehrer-Zucht stammen, sollte man auf jeden Fall die Finger lassen. Denn solange es Abnehmer gibt, werden diese Unmenschen Ihre Qualzuchtpraktiken fortsetzen. Sich einen Hund aus der Tierrettung bzw. dem Auslandstierschutz anzuschaffen, ist eine lobenswerte Sache. Schließlich sind all diese Hunde für jeden neuen Besitzer garantiert ein Überraschungspaket. Aber aufgepasst!!! Bei Hunden aus der Auslandstierrettung gibt es nicht nur Tierretter, sondern auch hier gibt es schwarze Schafe, die sich am Leid der Tiere bereichern wollen.Zeigt ein Hund in irgendeiner Form eine Angststörung, ist es egal, ob jemand schon ein, zwei oder dreimal einen Hund hatte. Man sollte schon sehr genau wissen, um welche Form der Angst es sich handelt, was die Trigger sind und was zu tun ist, damit der Hund sein Problem loswird. Der neue Besitzer sollte viel Zeit und Geduld mitbringen und die unterstützende Expertise von einem guten Hundetrainer/Verhaltensberater ist unerlässlich.

Du hast einen Angsthund?

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